Elternbildung

Communities - Chancen und Risiken im Internet - Vortrag am 26.10.2009

Gut 30 Interessierte besuchten den Informations- und Diskussionabend zum Thema "Wer kennt Wen?" - Communities - Chancen und Risiken im Internet," den der Familientisch Alzenau gemeinsam mit der Stadt Alzenau veranstaltet hatte.
Die Sozialpädagogin und EDV-Dozentin, Sigrid Ehrmann, veranschaulichte am Beispiel der Schülerplattform "SchülerVZ" wie Communities funktionieren. Es entspann sich eine rege Diskussion, welche Möglichkeiten, aber auch Gefahren, diese relativ neue Kommunikationsart bietet.

Communities wie “Wer kennt wen, StudiVZ, SchülerVZ oder Facebook sind erst seit einigen Jahren im Internet präsent, aber haben allein in Deutschland 7 Millionen Nutzer. Vor allem Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, für die diese Plattformen mittlerweile übliche Kommunikationsmittel sind. Oft unverständlich für Erwachsene, die noch zu Wählscheibentelefon- und Telegrammzeiten groß geworden sind.

Das Internet ist öffentlich und vergisst nichts

Nach Angaben von Frau Ehrmann nutzt inzwischen der Großteil der Kinder und Jugendlichen ab 10, 11 Jahren dieses Medium. Verbieten bringt in der Regel nichts, besser ist es, mit den Kindern darüber zu reden, was sie da so vertrauensselig und mitteilungsbedürftig in das Netz stellen. Denn das Netz ist öffentlich und vergisst nichts.
Kein Jugendlicher würde freizügige Bilder von sich an Straßenlaternen hängen, aber beim Internet, auf sogenannten Profilseiten und Bildergalerien wird oft hemmungslos alles veröffentlicht und freigegeben.
Die meisten Personalchefs nutzen inzwischen auch die Möglichkeit, sich über Bewerber in den Communities zu informieren.

Weiterführende Links über Sicherheit beim Chatten:

Schutz der Privatsphäre aktiv einstellen

Dabei gibt es einige Möglichkeiten, seine Privatsphäre auch in Communities zu schützen. Aber Achtung: Die Grundeinstellung der Community-Seiten ist, dass alles von allen eingesehen werden kann - auch vom unsympatischen Nachbarn gegenüber. Schutzmaßnahmen müssen aktiv ergriffen werden. Bei SchülerVZ und StudiVZ können unter dem Menü “Privatsphäre” die entsprechenden Einschränkungen vorgenommen werden. Frau Ehrmann rät, diese Beschränkungen gemeinsam mit den Kindern und Jugendlichen einzustellen, damit auch tatsächlich nur Freunde auf die Eintragungen zugreifen können.

Communities bieten aber auch viele Chancen, Kontakte zu halten, wiederzufinden und zu intensivieren.
Eine Zuhörerin berichtete von einem begonnenen Kontakt zu einer Schulklasse in Schottland: über Briefe war der Kontakt nicht zustande gekommen, erst als die Schüler die Möglichkeit entdeckten, sich im schottischen “SchülerVZ” einzuloggen, begann ein reger Austausch.

Broschüren, Zeitungsartikel:

“Big Brother is watching you! SchülerVZ, StudiVZ & Co” (Faltblatt) gibts bei www.jugendinfo.de

“Nackt unter Freunden” - Spiegel März09, www.spiegel.de

KIM/JIM Studie zur Mediennutzung von Kindern und Jugendlichen unter www.mpfs.de

 

 

 

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